Jetzt wird es richtig lecker…!
Dieser Artikel wurde am 4. Juli 2010 erstellt von Michael Dittert
So – die dicke 50er ist endlich gefangen – aber wie verwertet man eigentlich so einen schönen Fisch, wenn er nicht wieder schwimmen darf? Ralf findet, das Vieh gehört auf den Grill; das ist eine gute Idee. Meine Frau schwört auf den Backofen; war immer wieder lecker. Aber mir fällt da noch was anderes ein, viel einfacher und doch für mich das Beste, was aus einer starken Forelle werden kann: wir beizen sie!
Beizen? Ist das nicht vielleicht mit viel Arbeit verbunden?
Nö – geht ganz einfach: man braucht einen oder zwei Bund frischen Dill, den Rest hat man sowieso zuhause. Zuerst schneiden wir uns schöne Filets und ziehen die kleinen Zwischenmuskelgräten mit einer Pinzette, wenn wir es besonders gut machen wollen.
Unsere Filets legen wir auf einen großen Abschnitt Aluminium-Folie, die Haut nach unten. Jetzt nehmen wir eine kleine Schale und kippen hinein:
- eine gute Prise gemahlenen Pfeffer
- 1,5 Esslöffel Zucker
- 2 Esslöffel Salz
Wir vermischen diese Zutaten und streuen sie über den Fisch.
Unseren Dill waschen wir, zupfen die Blätter ab und geben ihn gehackt auf die Filets.
Wir klappen die beiden Filets mit den Fleischseiten zueinander.
Jetzt noch die Alufolie zusammenwickeln und für mindestens 48 Stunden ab in den Kühlschrank damit. Das “Fischpäckchen” noch mit einem Brett, Tetrapack Milch o.ä. beschweren – Achtung: die Filets verlieren Wasser, es kann etwas Brühe austreten, daher lege ich es immer in die Gemüsebox. Ein mal Wenden nach 24 Stunden schadet nicht. Während wir ungeduldig 2 Tage warten, vergessen wir nicht, eine oder zwei Flaschen Neumarkter Lammsbräu oder gerne auch einen schönen Riesling gleich mit kalt zu stellen.
Zum Verzehr lege ich solch ein Filet auf ein schönes Holzbrett. Der Dill wird entfernt und mit einen sehr scharfen Messer, das ich mir eigens für solche Anlässe gebaut habe, schneide ich ganz feine Scheibchen vom Fisch herunter. Keine Bange, der Fisch wurde nicht erhitzt, aber durch das Beizen ist er trotzdem “durch” und absolut zart.
Mein Vorschlag wäre, ein gutes Butterbrot damit zu belegen, aber es gibt unzählige Möglichkeiten. Köstlicher kann es nicht sein. Die Gedanken sind dann in Skandinavien, ganz weit weg von hier…






Hallo Micha,
herzlichen Dank für Deinen ersten Artikel auf http://www.flyfishersworld.de, ich finde Du startest mit einem sehr schönen Auftakt – ich freue mich
1. auf die Verkostung, wenn ich in Wetzlar bin
und
2. auf weitere Artikel.
Danke mein Freund.
LG
Ralf
Hi Ralf!
Ist doch Ehrensache, bei solch einem netten Projekt mitzumachen.
Und… wir sind halt jetzt alte Säcke – schadet nicht, ein bissl Wissen weiter zu geben.
Freue mich, hier schreiben zu dürfen.
TL + LG
Micha
heeeeeerrlich. Ich habe Michas Rezept auch schon ausprobiert und kann es nur empfehlen.
Superschöne Seite, die werde ich in meine Favoriten ablegen und verfolgen.
Schöne Grüße
Thomas
Jetzt wird´s wohl Zeit das Rezept mal zu probieren. Sieht lecker aus. Also Rute raus und an die Dill……
hallo Michael, hallo ihr Fliegenfischer,
habe mir gerade einen großen Bund Dill geholt und das Ganze einmal selbst austesten.
Die Bachforelle aus der Dill hat leider noch nicht die 50er Größe – aber was solls.
Werde über die “Schmackhaftigkeit” etc. berichten.
m.f.G.
Dieter Kraft
Hallo ihr Fliegenfischer,
gebeizte Forelle war mir gelungen und hat vorzüglich gemundet. Einziger optischer Wermutstropfen:
Die Bachforelle aus der Dill war nicht rot ( aber was soll’s )
Ich habe das Rezept heute an meinen Freund Karl-Heinz Schmidt weitergegeben – denke der wird auch einen Versuch starten. Er ist ja auch bekannt als Imker und hat mir heute naturreinen selbstge-schleuderten Honig mitgebracht ( lecker ).
Lb Grüße
Dieter Kraft